Donnerstag, 10. Oktober 2013

Sauerteig-Ansatz

Oder auch "Anstellgut" genannt. Mit Sauerteig zu backen klingt zwar oft nach einer schwierigen Wissenschaft für sich, aber eigentlich ist es gar nicht so kompliziert. Es braucht nur etwas Zeit. Wenn man aber erstmal sein Anstellgut hergestellt hat, kann man es im Kühlschrank lagern und immer wieder auffüllen. Hier ist das Grundrezept für Anstellgut:

Zutaten pro Durchgang:

1 Tasse Mehl nach Wunsch (Roggen, Weizen, Dinkel,...)
1 Tasse Wasser

Rezept:

Mehl in eine große Schüssel geben. Wasser dazu kippen. Mit einem Küchentuch abdecken und bei Zimmertemperatur stehen lassen. Nach 12 Stunden einmal gut umrühren.

24 Stunden nach dem ersten Ansatz wieder eine Tasse Mehl und eine Tasse Wasser hinzugeben. Wieder zugedeckt stehen lassen. Nach 12 Stunden noch einmal gut umrühren.

Wieder nach 24 Stunden Mehl und Wasser hinzugeben.

Das ganze Prozedere 4-5 Tage wiederholen. Nun ist der erste Ansatz fertig und kann direkt zum Backen verwendet werden. Den nicht benötigten Rest in ein Glas mit Schraubdeckel füllen und in den Kühlschrank stellen. Einmal täglich umrühren und einmal die Woche mit etwas Mehl und Wasser "anfüttern".

Anfangs braucht man beim Backen noch etwas Hefe, aber je älter der Sauerteig wird, desto weniger wird sie benötigt. Wenn der Sauerteig blubbert und Bläschen wirft, ist es einen Versuch wert, beim Brotbacken auf Hefe zu verzichten.

Ist das Anstellgut aufgebraucht, kann man es ganz leicht ersetzen - einfach von einem fertig zubereiteten Sauerteig ein Stück abnehmen und in einem Glas im Kühlschrank lagern. Bei jedem neuen Backdurchgang so verfahren - so hat man immer Anstellgut zur Verfügung.

Sollte es einmal schlecht werden - merkt man z.B. an grünlicher Verfärbung oder beißendem Geruch - einfach wieder nach diesem Rezept neues Anstellgut herstellen. :)

Montag, 7. Oktober 2013

Pilzsauce

Eigentlich bin ich gar kein großer Pilzfan. Aber meine kleine Tocher liebt sie und wenn wir gemeinsam einkaufen gehen, landen die Pilze - vorzugsweise Champignons - oft schneller im Wagen, als ich gucken kann. ;) So hab ich mich in den letzten Wochen mehr und mehr mit Pilzen angefreundet, und unter anderem diese vegane Version einer Pilzrahmsauce kreiert. Sie ist ganz einfach und schnell gemacht, schmeckt deftig und ist dabei doch sehr leicht. Tatsächlich eins meiner neuen Lieblingsgerichte, das jetzt häufiger auf den Tisch kommt. Töchterlein wird's freuen. :)

Zutaten für 4 Personen:

300 g frische Pilze (z.B. Champignons oder Pfifferlinge)
75 g Zwiebel
2 EL Öl
400 ml Hafer Cuisine
3 TL Mehl
2 TL kleingehackter Schnittlauch
Salz & Pfeffer zum Abschmecken

Rezept:

Die Pilze gründlich putzen und in Scheiben schneiden.

Die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin anschwitzen, bis sie anfängt, braun zu werden. Pilze hinzugeben und kurz scharf anbraten.

Mit der Hafersahne ablöschen und die Temperatur herunterregeln. Bei niedriger Hitze für 20 Minuten schmoren lassen. Mit Mehl andicken. Schnell einrühren, sodass sich keine Klümpchen bilden. Noch einmal kurz aufkochen lassen.

Zum Schluss den Schnittlauch unterheben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Tipp:

Mit Reis servieren.

Samstag, 5. Oktober 2013

Gedeckter Apfelkuchen mit Walnüssen

Ein Herbst ohne Apfelkuchen? Undenkbar! :)
Ich muss zugeben, dass ich für dieses Rezept deutlich länger gebraucht habe als gedacht. Wenn ihr es nachbacken möchtet, plant also genug Zeit ein und gönnt euch vor allem beim Ausrollen und Belegen ein wenig Ruhe. Das Ergebnis ist die Mühe aber auf jeden Fall wert!

Zutaten für den Teig:

250 g Butter oder Margarine
450 g Dinkelvollkornmehl
50 g Dinkelmehl Type 630
50 g Rohrohrzucker
50 g Vollrohrzucker
2 EL ungesüßtes Apfelmus
15 g Walnusskerne

Zutaten für die Füllung:

1 kg Äpfel (nach Geschmack, aber sie sollten festes Fruchtfleisch haben)
3 EL Walnusskerne
2 EL Ahornsirup
1 TL Zucker
2 TL Zimt
2 EL Milch oder Pflanzendrink

Rezept:

Die Butter in Stückchen schneiden. Mit Mehl, Zucker und Apfelmus in eine Schüssel geben. Walnusskerne fein mahlen und mit den restlichen Zutaten zu einem Mürbeteig verkneten. In Frischhaltefolie gewickelt für 30 Minuten kühl stellen.

Die Äpfel waschen, schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Walnusskerne grob hacken. Äpfel und Nüsse in einer Schüssel mit dem Ahornsirup vermengen.

Eine runde Backform einfetten und/oder mit Backpapier auslegen. 2/3 des Teiges dünn ausrollen die Backform damit auskleiden. Die Apfelmischung gleichmäßig auf dem Kuchenboden verteilen.
Zimt und Zucker vermischen und darüber streuen.

Den restlichen Teig ebenfalls ausrollen und in dünne, lange Streifen schneiden. Die Streifen auf dem Kuchen zu einem Schachbrettmuster legen.
Gegebenenfalls übrigen Teig nach Belieben formen und als Deko oben drauf legen.

Den Kuchen mit der Milch/dem Pflanzendrink bepinseln.

Bei 180°C im Backofen für 25-30 Minuten backen.

Tipp:

Wer es eilig hat, kann natürlich auch auf das Schachbrettmuster verzichten und stattdessen einfach den Teig ausrollen und als Deckel oben drauf legen. Sieht dann zwar nicht so kunstvoll aus, tut dem Geschmack aber keinen Abbruch. Und leichter schneiden lässt sich der Kuchen dann wahrscheinlich auch. ;)

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Herbstkekse

Ich liebe Herbst! Und ich liebe es, Kekse zu backen und zu verzieren. Zeit, beides zu verbinden. :) Das Rezept ist kinderleicht und lässt sich vielseitig abwandeln.

Zutaten für ca. 3 Bleche:

250 g Butter oder Margarine
125 g Puderzucker
375 g Mehl
125 g Speisestärke
1 Ei oder 1 EL Apfelmus (für die vegane Variante)
Schokolade für die Glasur

Außerdem: Herbstliche Ausstechförmchen, z.B. Blatt, Igel, Eichhörnchen, Pilz,...

Rezept:

Butter bzw. Margarine in Stücke schneiden. Mit Puderzucker, Mehl, Speisestärke und Ei/Apfelmus zu einem mürben Teig verkneten. In Folie einwickeln und für mindestens eine Stunde kühlen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Backofen auf 175°C (Umluft) vorheizen. Mit den Formen aus dem Teig Kekse ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech übertragen. Den Teig immer wieder neu ausrollen und Kekse ausstechen, bis der Teig komplett aufgebraucht ist.

Für 10-15 Minuten backen, bis die Kekse sich goldbraun färben. Kekse auf einem Keksgitter komplett auskühlen lassen.

Die Schokolade im Wasserbad schmelzen und die Kekse nach Belieben damit verzieren.

Tipp:

Gemahlene Nüsse mit in den Teig mischen.